Hilfe! Das Redepult ist zu groß!

Manches Rednerpult ist einfach viel zu goß. In Universitäten findet man oft geradezu riesige Katheder. Viele Frauen und manche Männer sind sogar zu klein, um hinter normalgroßen Redepulten gut zu wirken. Für diesen Fall gebe ich immer zwei Empfehlungen.

1. Benutzen Sie das Redepult einfach nicht.

Manchmal ist es möglich, sich einfach nicht hinter das Rednerpult zu stellen. Es gar nicht zu benutzen. Das empfehle ich grundsätzlich jedem und immer. Vielleicht gibt man Ihnen statt dessen ein Standmikrophon oder ein Headset. Sie könnten sich auch neben das Pult stellen, wenn man Ihnen kein Extramikrophon zubilligt.

Der Vorteil dieser Lösung: Sich nicht hinter das Pult zu stellen, sieht extrem mutig aus. Ausserdem können Sie mehr von sich zeigen, sich bewegen und von der Mitte der Bühne aus sprechen.* Als Redner*in wirken Sie so nahbarer und moderner.

Man kann dann aber weder Notizen noch Teleprompter verwenden. Sie müssten auf Stichwortkarten ausweichen, wenn Sie die Rede nicht frei halten können.

Die Erfahrungen der Personen, die diesem Vorschlag gefolgt sind, waren durchweg sehr positiv.

2. Sorgen Sie für einen Tritt hinter dem Rednerpult

Die zweite Lösung: Sorgen Sie für einen Tritt hinter dem Redepult. Bei diesem Videoclip einer Veranstaltung mit Bill Clinton scheint der Tritt sogar zum Redepult dazuzugehören. Etwa bei 40 Sekunden können Sie das Höckerchen sehen. Auch diesen Tipp haben Klient*innen schon erfolgreich umgesetzt. Manche sind sogar mit dem eigenen Tritt in der Hand nach vorn gegangen. Es gab prominente Politiker*innen, die immer eine Holzkiste im Kofferraum des Dienstwagens liegen hatten. Nur für den Fall….

Achten Sie darauf, dass Sie den Tritt sicher benutzen können. Er darf nicht zu hoch sein und muss eine größere Tiefe haben als normale Tritte. Sie sollten elegant hinauf- und rückwärts hinuntersteigen können. Darum muss die Auftrittsfläche umso tiefer werden, je niedriger er ist. Ist der Tritt höher, kann er etwas weniger tief sein. Der Tritt darf nicht kippeln oder verrutschen können. Üben Sie die Benutzung im Gegensatz zur Dame im Video vorher. Dann steht einem gelungene Auftritt nichts im Weg.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=f4keFcDfzZQ&list=UUMkYd9teJEBlCOwDan6qPpg&index=28
Bill Clinton bei der Wall Street Project Conference, 1997

Bitte entscheiden Sie selbst, welche Lösung Sie bevorzugen. Nur, finden Sie eine! Denn je weniger man von Ihnen sehen kann, um so schwerer wird es für Sie werden, Ihre Zuhörer zu überzeugen. Wir Menschen sind Augentiere. Darum müssen Redner*innen immer gut zu sehen sein.

Sie haben ein anderes, spezielles Problem? Ich helfen Ihnen gern, dazu eine Lösung zu finden. Rufen Sie mich einfach an oder buchen Sie das entsprechende Seminar.

* Rednerpulte stehen meist am linken Rand der Bühne. Das ist für keinen Redner der richtige Platz. Interessanterweise standen die Rednerpulte dort schon immer, auch als es noch keine Präsentationen gab. Eigentlich gehören wir in die Mitte der Bühne. Präsentationen sollten übrigens immer rechts von uns, zu unseren beiden Seiten oder über uns gezeigt werden. Niemals links von uns.
Seitenangaben werden immer aus der Sicht des Publikums gemacht.

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