Was kann Branding leisten?

Ein gut vorbereitetes Branding sorgt dafür, dass Ihre wertvollsten Seiten ins rechte Licht gerückt werden. Auch ein Diamant braucht eine gute Fassung, um seine ganze Brillianz zu zeigen. Ein gelungenes Branding gibt Ihnen diese Fassung.

Sie entscheiden, welche Facetten Sie betonen möchten. Wir erarbeiten wie Sie das erreichen.

Wenn Sie z.B. für Ihren Traumberuf sympathisch wirken möchten, dann gibt es dazu ganz klare Kriterien:

  • Ähnlichkeit
  • Freundlichkeit
  • Schönheit
  • Virilität

Warum hat sich Christoph Lindner ein Beispiel an Jürgen Klopp genommen und sich Haare transplantieren lassen? Weil Virilität auf Sympathie einzahlt.

Nun werden Sie vielleicht sagen, „Natürlich will ich sympathisch wirken! Das ist doch selbstverständlich.“ Falsch. Ein Brand wird komponiert. Sympathie und Kompetenz behindern sich teilweise gegenseitig in ihrer Wirkung. Ein gutes Branding berücksichtigt diese Zusammenhänge.

Es stülpt Ihnen auch nichts über, mit dem Sie nicht leben können. Sie sind ja kein Schmiedeeisen, das man mit vielen präzisen Schlägen und Hitze in jede Form bekommt. Sie sind lebendig und müssen auch innerhalb des Personal Brands wachsen können.

Wie können Sie das Branding vorbereiten?

Bevor Sie sich branden „lassen“, entscheiden Sie bitte genau, wofür sie sich branden lassen möchten. Legen Sie noch nicht fest, wie Sie wirken möchten, nur wobei Ihnen das Branding helfen soll. Welches Ziel wollen Sie erreichen? Wofür möchten Sie bekannt sein? Was soll man über Sie weitererzählen?

Mein zweitbester Tipp: Definieren Sie drei Eigenschaften, die Sie gern verkörpern würden. Jede Rolle kann sehr unterschiedlich geprägt werden. Ihre „Lieblings“–Eigenschaften verraten mir sehr viel über Sie. Es macht meine Arbeit leichter.

Vorurteile und Schubladendenken

Wie oft haben Sie schon gedacht: „Ich will nicht in eine Schublade gesteckt werden.“? Lassen Sie es bitte sein. Branding tut nämlich nichts anderes, als Sie in eine Schublade zu packen. Vorurteile und Verhaltensmuster sind das Material mit dem Branding arbeitet.

Wenn Sie Ihren Besuch meines Branding Seminars oder Einzelcoachings so vorbereiten, werden Sie viel mehr davon haben. Je genauer ich das Ziel kenne, auf das Sie hinarbeiten möchten, desto zielführender können meine Hinweise sein. Sie erhalten ausserdem besseres, viel konkreteres Feedback und Tipps aus der Gruppe. Sie werden überhaupt enorm von den anderen Teilehmer*innen lernen können. Es ist hervorragend, Feedback von vielen und von einem Coach zu bekommen. Meist entdecken die Teilnehmer*innen sehr viel Neues..

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrer Reise zum und mit Ihrem Personal Brand. Ein gelungener Personal Brand ist wie ein gut gebautes Haus. Ein Haus ist Heimat. Wenn das Fundament solide ist, kann man hoch darauf bauen. Solch ein Haus übersteht auch manchen Sturm. Das wünsche ich Ihnen für Ihre Zukunft!

Sympathischer werden – Flugplan

Warum es sich lohnt, sympathisch zu wirken – was Sie am Zielflughafen erwartet

Die meisten Teilnehmer*innen meines Branding Seminars: Wie wirke ich auf andere?, wollen gern sympatischer wirken. Tatsächlich ist es für fast jeden vorteilhaft, sympathisch zu wirken. Es hat z.B. diese direkten Folgen:

  1. Sympathische Menschen hält man für intelligent, gebildet, aufrichtig und vertrauenswürdig.
  2. Menschen, die sympathisch wirken, haben weniger Stress. Man streitet weniger mit ihnen. Ihnen werden Fehler leichter verziehen – einfach, weil man sie mag.
  3. Sympathie kann Ihren beruflichen Aufstieg fördern. Wenn der Arbeitgeber oder der direkte Chef Sie mag, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie befördert werden. Das interessante Angebot wir eher Ihnen als Anderen gemacht. Menschen die im Bewerbungsgespräch sympathisch wirken, werden lieber eingestellt.
  4. Sympathische Menschen haben ein viel reicheres Privatleben. Man umgibt sich gern mit Ihnen.

Sympathie ist eine der Grundlagen für Vertrauen. Weil Vertrauen die Grundvoraussetzung für Überzeugung ist, lohnt es sich also in Sympathie zu investieren.

Wann ist Sympathie schädlich?

Manchmal lohnt es sich, ganz bewusst nicht (noch) sympathischer wirken zu wollen. Sympathie und Kompetenz schließen sich teilweise gegenseitig aus. Zu sympathisch zu wirken kann das Maß an Kompetenz und Führungsstärke, das man Ihnen zuschreibt, mindern. Dies gilt ganz besonders für Frauen.

Wird zu offensichtlich um Sympathie gebuhlt, wird das als Anbiederung verstanden.

Wie erzeugt man Sympathie?

Wie kommt eine sympathische Wirkung zustande? Es gibt dafür vier klare Kriterien:

  • Ähnlichkeit
  • Freundlichkeit
  • Schönheit
  • Virilität

Ähnlichkeit

Ähnlichkeit ist einer der Haupttreiber für Sympathie. Warum, ist leicht erklärt. Menschen weichen generell der Anstrengung aus und suchen nach Leichtigkeit.

  1. Ähnlichkeit verspricht weniger Anstrengung – es ist leichter bekannten als neuen Mustern zu folgen.
  2. Ähnlichkeit suggeriert besseres Verstehen, was ebenfalls wieder zu Leichtigkeit führt..
  3. Nicht zuletzt führt Ähnlichkeit – scheinbar – zu Vorhersehbarkeit, was uns wiederum Sicherheit suggeriert. Nicht auf der Hut sein zu müssen, ist viel weniger anstrengend als auf jedes und alles achten zu müssen.
  4. Da wir uns (in den meisten Fällen) selbst vertrauen, fällt es uns leichter ähnlichen Menschen zu trauen als unähnlichen. Wenn ich vertraue, muss ich nicht auf der Hut sein. Auch auf diese Weise werden sympatische Menschen unanstrengender.

Was genau können Sie tun um (noch) sympathischer zu wirken? Ähnlichkeit ensteht durch Gemeinsamkeiten. Betonen Sie darum Gemeinsamkeiten. Sie haben die folgenden Optionen:

Gemeinsamkeiten in der Herkunft

Betonen Sie Gemeinsamkeiten zwischen sich und den anderen. Haben Sie vielleicht an derselben Universität studiert, Ihre Kinder zur selben Zeit bekommen, denselben Trainer? Haben ihre Eltern ähnlich gelebt?

Sie könnten solche Gemeinsamkeiten auch bewusst herstellen. So etwas ist oft zu beobachten, wenn geübte Redner eine Rede mehrfach halten. Sie benutzen LAP (Lokalisierung, Aktualisierung und Personalisierung), um eine Rede auf die Situation vor Ort anzupassen. Dabei zeigen sie, welchen persönlichen Bezug sie selbst oder ihnen nahestehende Personen zum Ort, dem Anlass oder den handelnden Personen haben.

Gemeinsamkeiten in der Kleidung

Für Ihre Kleidung gilt: Verbiegen Sie sich nicht – aber passen Sie sich an. Wer im Frack zu einem Fußballturnier geht, macht einen Fehler. Wer als Banker im Gespräch mit Obdachlosen im Jogginganzug rumlümmelt, auch. Passen Sie sich an, ohne sich zu verkleiden. Am besten lernen Sie die Dresscoderegeln und zeitgemäßes Styling.

Gemeinsamkeiten in der Sprache

Achten Sie darauf, Ihre Sprache der Ihres Publikums anzupassen. Es geht dabei nicht nur um das Sprachniveau, d.h. Ihr Vokabular oder die Verwendung von Fremdworten. Es geht genauso um Sprechtempo, Sprachfärbung und Lautstärke. Es ist sehr anstrengend, jemandem zuzuhören, der sehr viel schneller oder langsamer spricht als man selbst. Zu leises und zu lautes Sprechen machen auch nicht sympathisch. Machen Sie es Ihren Zuhörern leicht. Diese Leichtigkeit übersetzt sich direkt in Sympathie.

Darum ist ein selten genannter aber einfacher Kniff für sympathischeres Wirken der kurze bzw. leicht verständliche Satz.

Gemeinsamkeiten in der Haltung

Kirchgang, Twitternutzung, politische Einstellung. All das kann Ihre Sympathiewerte erhöhen, wenn Sie und Ihr Publikum ähnliche Werte teilen. Meist betrachten wir Werte nur als Mittel der Differenzierung. Ich halte es für noch viel wichtiger, diesbezügliche Gemeinsamkeiten herauszustellen.

Gemeinsamkeiten im Lebensstil

Sie spielen Golf, tragen eine Rolex, fahren kein Auto. Reden Sie darüber, wenn es passt.

Nicht perfekt sein

Perfektion ist ein direkter Vorwurf an jeden, der nicht perfekt ist. Versuchen Sie also gar nicht erst perfekt zu sein. Wenn Sie vertrauenswürdiger erscheinen möchten, ist es sogar strategisch ratsam, einzelne Fehler und Schwächen von sich aus und grundlos zuzugeben.

Spiegeln

Ganz unwillkürlich imitieren wir Menschen, die uns sympathisch sind. Diesen Prozess dürfen Sie natürlich auch bewusst nutzen. Spiegeln Sie Ihr Gegenüber. (im gleichen Rhythmus atmen, gleiche Haltung, Kleidung, Sprachmuster) Er weiss dann nicht, ob er Sie unbewusst imitiert hat oder ob Sie aktiv etwas getan haben, um einen falschen Eindruck zu erzeugen. Da unser Gehirn für das Denken der zweiten Option zu faul ist, geht es davon aus, dass Sie sympathisch sind. Damit die Wirkung nicht ins Gegenteil umschlägt, kommt es auf das richtige Maß an.

Freundlichkeit

LMAA war früher eine schwere Beleidigung. Ab sofort steht es bitte für „lächle mehr als Andere“. Was Sie sonst noch alles tun können, damit man Ihre Freundlichkeit sieht:

  • freundliches Lächeln, auch wenn es keinen Anlass gibt
  • Hilfsbereitschaft – ohne sich zum Fußabtreter zu machen
  • Nähe suchen – z.B. nach der Arbeit mit Kollegen einen trinken gehen
  • „Bitte“ und „Danke“ sagen
  • gelungene Komplimente machen. (Dagegen sind Deutsche fast wehrlos. Und wie ich mal in einem Seminar sagte: „Solange man nicht lügt, ist alles erlaubt. Sie müssen Ihre Komplimente im Übrigen nicht beim Notar beeiden lassen“.)
  • beim Namen nennen. Ein Zeichen von Respekt (ich habe Dich wahrgenommen) und ein ganz einfaches Kompliment ist es, das Gegenüber mit dem Namen anzusprechen. Bitte nicht übertreiben. Mancher Vertrieb wurde so gedrillt, dass man sich wünschte, sie würden den Namen nicht kennen.

Feundliches Verhalten tut Anderen gut. Versuchen Sie – besonders in schwierigen Situationen und an schlechten Tagen – Ihren Partner*innen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Es wird Ihnen vielfach zurückgezahlt werden. Schließlich gilt:  „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“.

Ganz subtil

Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Besucher*innen, Partner*innen und Gäste wohlfühlen. Waschen Sie sich vor dem Termin die Hände mit warmem Wasser. So haben Sie bei der Begüßung einen warmen Händedruck.

Lassen Sie Ihre Besucher*innen möglichst nicht hart sitzen. Geben Sie ihnen immer ein warmes Getränk. Am liebsten in den stoffummantelten Bechern und Tassen der Kahla AG*. Weichheit macht ausserdem weich und weniger wachsam.

Fun Fact

Wenn Sie statt der Becher echte Porzellantassen mit zierlichen Henkeln nutzen, werden Ihre Äusserungen und die Ihrer Partner*innen automatisch präziser werden. Form follows function.

Sie wollen noch mehr ganz praktische Tipps und Kniffe lernen? Dann kommen Sie auch ins Rhetorik-Bootcamp, in die Rhetorik-Masterclass, oder zu Schwierige Gespräche erfolgreich führen.

Offene Körpersprache

Wir machen uns innerhalb von Millisekunden ein Bild von unserem Gegenüber. Meist noch bevor das erste Wort gefallen ist. Darum ist Ihre Körpersprache so wichtig.

Wenden Sie sich Ihrem Partner*in zu, zeigen Sie eine möglichst offene Körperhaltung, gern auch oft die Handinnenflächen. Wenn Sie sich nicht im Konflikt befinden, kann der Nase-Nabel-Kontakt hilfreich sein.

Hände, Augen und Augenbrauen müssen immer sichtbar sein. Nur so kann Ihr Gegenüber alle wichtigen Signale wahrnehmen. Dies ist sehr wichtig, denn wer etwas versteckt, dem kann man nicht trauen.

Wenn Sie zuhören, ist Blickkontakt (in unserem Kulturkreis) Pflicht! Am Telefon ersetzt ihn ein mmh oder ach so und ja.

Berührungen

Kleine Berührungen stehen für Vertrautheit und Freundschaft. Berühren Sie kurz Oberarm (seitlich), Ellenbogen oder Unterarm Ihrer Gesprächspartner*in. Die Sympathie zwischen Ihnen beiden wird unmittelbar steigen. Kellner erhalten für so ein Manöver etwa 60% mehr Trinkgeld**. Wenn Sie sich im Umgang mit Berührungen unsicher fühlen oder wenn es sich um eine Partner*in des anderen Geschlechts handelt, gehen Sie lieber nach dem Motto „weniger ist mehr“ vor.

Machen Sie sich miteinander vertraut

Nur wenn ein Gespräch die Regionen des belanglosen Smalltalks verlässt, kann Sympathie wachsen. Das Teilen kleiner Geheimnisse, festigt die Beziehung ebenso wie das Zeigen (kleiner) Schwächen. Gemeinsames Lachen oder gemeinsame Erlebnisse – beides stärkt die Beziehung zwischen zwei Menschen. Zu Ihren Schwächen zu stehen, lässt das Vertrauen Ihrer Gesprächspartner*in wachsen.

Vielleicht finden Sie auch einen gemeinsamen „Gegner“. Nichts lässt so schnell ein „Wir-Gefühl“ und damit eine hohe Sympathie entstehen. Aber übertreiben Sie nicht – über andere herzuziehen, macht Sie unsympathisch.

Bitten Sie um einen kleinen Gefallen!

Sie wollen Sympathien festigen? Dann bitten Sie die betreffende Person einfach um einen (kleinen) Gefallen. Das in Sie gesetzte Vertrauen und der Glaube an Ihre Fähigkeiten schmeichelt Ihrer Partner*in. Viel besser: Wenn wir einem Menschen einen Gefallen erbringen, schließt das Gehirn ganz „logisch“: Ich muss ihn/sie mögen, sonst würde ich ihm/ihr keinen Gefallen tun. Also bekommen Sie nicht nur Ihren Wunsch erfüllt sondern auch mehr Sympathie. Aber Vorsicht. Sie müssen im Gegenzug auch gefällig sein.

Schönheit

Tatsächlich gehört zur Schönheit vieles:

  • gute Körperpflege
  • gesunde Zähne, Haut und Haare
  • Ihre guten Seiten betonende Kleidung. Versuchen Sie einmal Ihre Haar- und / oder Augenfarbe in Ihrer Kleidung zu wiederholen. Das wirkt wahre Wunder.
  • gepflegte Kleidung und Schuhe
  • schmeichelnde Accessoires
  • ein schöner Arbeitsplatz
  • alles um Sie herum sollte wertig sein. Die Wertigkeit Ihres Umfelds erhöht Ihren Wert. Gute Stoffe z.B. wirken einfach besser und sind schöner. Wertig ist nicht gleich teuer.

Virilität

Das Wort Virilität kommt aus dem Lateinischen von vir – der Mann. Virilität im engeren Sinn bedeutet heute Zeugungsfähigkeit. Somit geht es bei diesem Aspekt um Jugendlichkeit, Gesundheit, Fitness. Darum springen manche Redner so gern auf die Bühne. Fürs Erste würde es reichen, Haltung zu zeigen: Schultern zurück und das Brustbein strahlen lassen. Selbst auszuschlafen kann Sie sympathischer machen, denn es verhindert Augenringe.

*nach den neuesten Regeln muss ich diesen Link als Werbung kennzeichnen, auch wenn ich keinen Vertrag mit Kahla habe und nichts daran verdiene.

** Richard Wisemann: Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern.

Personal Branding

„Wie werde ich bekannt? Was kann ich tun, um erinnerungswürdiger zu sein? Wie falle ich positiv auf? Was muss ich tun, damit dass Journalisten auf mich aufmerksam werden? Wie komme ich in die Medien?“ Diese Fragen stelle ich mir als neugwählte Abgeordnete und finde eine erste Antwort für mich. Ich will die Frau sein, die man zu einem bestimmten Thema immer fragt. Ich will eine Marke werden. Ich nenne das damals aber noch nicht so.

Die Macht der Vorurteile führt mir mein Wahlkampf für das Abgeordnetenhaus im heissen Sommer 1999 klar vor Augen. Jung, weiblich und gut angezogen zu sein, sichert mir immer einen extrem freundlichen Empfang beim Haustürwahlkampf. Dafür reicht es sogar 2001. Meine Helfer meinen, an meinen Türen könnte man glauben, dass wir die Wahl gewinnen. Am Wahltag schneidet die CDU 17% schlechter ab als 1999.

1999, nach meiner Wahl, fand ich niemanden, der mir meine Fragen beantwortet hätte. Man schien sich eher zu wundern, dass ich diese Fragen stellte. Ich wollte nichts über klassische PR lernen. Ich wollte wissen, wie ich mich präsentieren sollte, um bekannt zu werden. Ich wollte analysieren, welche Rolle „noch frei“ war. Ich wollte wissen welcher Typus vielleicht gesucht wurde. Doch damals hat niemand meine Fragen verstanden. Das wäre heute ganz anders. 1997 wurde das Konzept des Personal Brandings in einer Amerikanischen Zeitschrift von Tom Peters erstmals vorgestellt. Bis seine Idee nach Deutschland vordrang, war es für mich als Politikerin zu spät. 2001 war mein Wahlkreis einfach nicht zu gewinnen.

Geschichte des Brandings

Früher, bevor das Konzept bekannt war, entstanden Personal Brands eher zufällig. Eine Person fiehl auf. Sie passte (damit) zusätzlich in ein Schema und trat danach konsistent immer wieder ähnlich auf. Die Marke ergab sich im Laufe der Zeit ganz von allein, quasi zufällig aus der Wiederholung bestimmter Signale. Damals waren Marken ein Nebenprodukt des Wirkens der Personen.

Oft wird und wurde die Markenbildung von einem optischen Signal begleitet, das zum Markenzeichen wird. Darum waren die Beatles lang als Pilzköpfe bekannt. Udo Lindenberg kennen die allermeisten nur mit Hut.

Die Raute, die Angela Merkel zu Beginn Ihrer Karriere sicher nicht aus Gründen des Personal Brandings zeigte, ist inzwischen fast ikonisch zu nennen. Sie steht für Angela Merkel wie der Stern für Mercedes.

Franz-Josef Strauss wurde (vielleicht auch wegen seiner auffälligen Figur) zu einer starken Personenmarke. Ganz im Gegensatz zu Helmut Kohl, der körperlich und von seinen Erfolgen her sicherlich genauso beeindruckend, aber lange Zeit eine viel schwächere Marke war. Wahrscheinlich, weil er viel weniger polarisierte. Aufzufallen, d.h. in der Öffentlichkeit zu stehen, ist Grundbedingung, damit ein Personal Brand entstehen kann.

John McEnroe wurde bekannter als erfolgreichere Tennisspieler, weil er auf dem Platz immer wieder Unruhe stiftete. Er war aber auch wegen seiner Haare einer der auffälligeren Spieler.

Wer in der Öffentlichkeit sehr penerant immer dasselbe tut und dabei auffällt (vom Mainstream abweicht!), hat gute Chancen zu einer Marke zu werden.

Heute wird dieser Prozess bewusst angestoßen. Es wird versucht, die Marke zu komponieren. Die Markenbildung soll direkt beeinflusst werden, um den Prozess zu beschleunigen. Es wird versucht, bestimmte, wertvolle Eigenschaften zu betonen oder zuzuschreiben. Das passiert bei der zufallsgesteuerten Markenbildung eher nicht. Im Zeitalter von Social Media und Influencer Marketing ist aber schon die Bekanntheit an sich ein Wert.

Was können Sie tun, um eine starke Marke zu werden

Um eine Marke zu werden, soll man sich aber nicht verbiegen. Denn das hält man nicht lange genug durch. Impression Management muss konsistent durchgehalten werden. Man soll lieber die Eigenschaften, die sowieso schon da sind, klarer zutage treten lassen. Sie werden komplettiert und abgerundet, um ein schlüssiges eindringliches Bild entstehen zu lassen. Wer moderne Politik macht, sollte auch modern aussehen. Wer Jugendlichkeit ausstrahlen will, lässt sich als Mann auch schon mal die Geheimratsecken mit Haar auffüllen. Je kongruenter die Signale, die eine Person mit Ihrem Aussehen, Auftreten und Handeln aussendet, sind, desto wirksamer ist das Personal Branding.

Personal Branding – die Bildung einer Personenmarke und Impression Management sind heute eingeführte Fachbegriffe.

Ich habe seit 1999 sehr viel über Personal Branding gelernt. Seit 2003 gebe ich regelmäßig Branding-Seminare für die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Reden verbessern mit Feedback – Sechs Tipps

Gute Redner sind süchtig nach Feedback. Damit ist nicht der Applaus gemeint. Gute Redner wollen wissen, wie Ihre Rede angekommen ist.  Sie wissen, dass sehr gutes Feedback sogar ganz neue Ideen reifen lässt. 

Sie können einen Coach wie mich buchen, um gutes Feedback zu bekommen. Auch hilfreiches Feedback von KollegInnen bringt Sie weiter. Wie Sie das bekommen, beschreibe ich hier.

Sechs Tipps für lohnendes Feedback

1. Fragen Sie die Richtigen

Gutes Feedback ist ehrlich. Sie brauchen darum jemanden, der mutig ist. Der Ihnen die Wahrheit sagt. Der klar formuliert. Gutes Feedback ist empathisch. Wählen Sie keinen Henker aus. Sie haben Kollegen, mit denen Sie sich intensiv austauschen? Das könnten die Richtigen sein.

Wählen Sie jemanden aus, dessen Urteil Sie schätzen.

2. Fragen Sie rechtzeitig nach Feedback

Bitten Sie unbedingt schon VOR der Präsentation um Hilfe. Sonst könnte es peinlich werden. Feedbackgeber, die sich kaum an ihre Rede erinnern, helfen niemandem.

Fragen Sie vorab nach Feedback. So stellen Sie sicher,  dass die Wunschpartner auch tatsächlich anwesend sind.

Ihre frühzeitige Bitte sorgt dafür, dass Ihre Partner besonders aufmerksam sind. Ausserden können sie sich Notizen machen. So ist das spätere Feedback viel präziser.

3. Geben Sie an, worauf Ihre Partner achten sollen

Machen Sie es Ihren Feedbackgebern leicht. Lassen Sie sie wissen, worauf es Ihnen ankommt. Je genauere Vorgaben Sie machen, desto besser wird das Feedback werden. Wozu möchten Sie Hinweise haben? Geht es Ihnen um Verständlichkeit, Stimme oder Humor? Wollen Sie wissen, ob Sie endlich Ihre Füllworte in den Griff bekommen? Vielleicht ist wichtig zu wissen, ob Sie endlich die richtige Geschwindigkeit treffen.

Am besten geben Sie drei Dinge an, auf die Ihre Helfer achten sollen.

4. Feedback sofort einholen

Direkt nach dem Termin ist Feedback am wertvollsten. Denn sämtliche Eindrücke sind noch frisch und ungefiltert. Nur dann können Sie mit Antworten auf detaillierte Nachfragen rechnen.

Auch eine umfassende Analyse braucht nicht mehr als zehn Minuten. Suchen Sie sich einen ruhigen Ort dafür. Dort werden Sie nicht unterbrochen.

Falls es im direkten Anschluss an die Veranstaltung nicht möglich ist, versuchen Sie in jedem Fall, die Rückmeldung Ihrer Partner am selben Tag zu erhalten. Es gilt: je früher je besser.

5. Feedback annehmen und aufschreiben

Hören Sie einfach zu. Denn Ihre Partner schildern nicht nur ihre Eindrücke. Sie laden Sie in ihre Welt ein.

Diskutieren Sie nichts. Erklären Sie nichts. Reden Sie sich nicht raus. Feedback ist ein Geschenk. Weisen Sie das Geschenk nicht zurück. Sonst wird man Ihnen bald kein Feedback mehr geben. Nutzen Sie doch lieber die Chance viel über sich und Ihre Partner zu lernen.

Schreiben Sie auf, was man Ihnen sagt. So können Sie nichts vergessen.

Sie können später entscheiden, welchen Teil der Analyse Sie annehmen möchten.

6. Geben Sie sich selbst Feedback

Nach jeder Rede sollten Sie sich auch selbst den Spiegel vorhalten. Stellen Sie sich dazu drei Fragen, um besser zu werden:

  1. Was hat funktioniert?
  2. Was hat mir gefallen?
  3. Was möchte ich verändern?

Übung allein macht keinen Meister.  Sie müssen herausfinden, was gelungen ist und woran Sie weiter feilen können.

Gern geben ich Ihnen im Rahmen eines Einzelcoachings Feedback für Ihre Rede. Nehmen Sie die Rede dazu einfach auf.

Was Sie TUN und LASSEN sollten

Was Sie bitte tun

  1. Holen Sie unbedingt nach jeder Präsentation, jedem Wortbeitrag, jeder Rede Feedback ein. Je eher das zu einer Gewohnheit wird, desto schneller und größer werden Ihre Fortschritte.
    Wenn Sie mutig sind, können Sie sogar Gesprächspartner – wenn alles besprochen ist – um eine Einschätzung bitten
  2. Erkennen Sie, wie ungemein wertvoll Feedback ist. Denn wenn Sie dieselbe Rede hundertmal halten, werden Sie ohne Feedback immer und immer wieder dieselben Fehler machen.
    Es lohnt sich, zu wissen, wie Ihr Humor, Ihr Persönlichkeit und Ihre Inhalte auf die anderen wirken.
  3. Nutzen Sie die Feedbackrunden, um Ihre Beziehung zu den Feedbackgebern zu vertiefen. Beides, das Geben und Nehmen von Feedback, kann uns verletzlich machen. Verletzlichkeit zu zeigen führt zu festeren Beziehungen und Vertrauen.

Was Sie bitte sein lassen

  1. Bitten Sie niemanden um eine Einschätzung, der selbst aktiv ist. Denn sonst könnten Ihre Partner abgelenkt sein. Für fundiertes Feedback braucht es die volle Aufmerksamkeit. Bitten Sie darum nur Partner um Hilfe, die nicht selbst reden oder moderieren.
  2. Fragen Sie nicht zu viele Menschen auf einmal nach ihrer Meinung. Zu viele unterschiedliche Hinweise verwirren. Fragen Sie deshalb lieber nur ein oder zwei  Menschen, deren Urteil Sie schätzen.
  3. Fühlen Sie sich nicht verpflichtet alles umzusetzen. Hören Sie zu. Nehmen Sie die Hinweise auf. Entscheiden Sie danach, was Sie umsetzen möchten. Wählen Sie genau aus.
    Solange Ihnen nicht alle dasselbe sagen, dürfen Sie gern vom Feedback abweichen. Denn nichts verpflichtet Sie zu tun, was man Ihnen sagt.

Mit detailliertem Feedback machen Sie als AnfängerIn schnelle Fortschritte im Rhetorik-Bootcamp. Wenn Sie mit Ihren Reden faszinieren und begeistern wollen, lade ich Sie in die Rhetorik-Masterclass ein. „Schwierige Gespräche erfolgreich führen“ ist das passende Angebot für die Gespächsführung. Sehr klares und spezifisches Feedback mit Vorschlägen zur Verbesserung ist immer ein Hauptpunkt in jedem meiner Seminare.

Falls Sie wissen möchten, wie Sie als Person wirkgen, empfehle ich mein Personal Branding Seminar.

*Hier finden Sie die Ideen, die kreative Priester hatten, um Feedback für Ihre Predigten bekommen.

"DANKE an Friederike. Als Eleve der GSA* habe ich von Friederike Feedback erhalten, dass mir a) nachvollziehbar war b) differenziert bis in die letzte Federfaser statt befindlicher Bewertungen nachvollziehbare Beschreibungen bot und c) GANZ WESENTLICH Vorschläge und Ideen für Verbesserungen geliefert hat. In einer Form, die einem selbst die Verantwortung lässt (bei wem denn sonst) und doch eines ist: GESCHENK DER GEDANKEN."

Warum ich gerne Kniffe verrate, aber keine Tricks

Ich werde oft  nach Tricks gefragt. Beim Kartenspiel und in der Zauberei sind Tricks gut geübte Sequenzen, mit denen das Gegenüber überlistet wird. Solche Tricks sind das Resultat von Erfindungsgeist und harter Arbeit. Sie funktionieren nur mit viel Übung.

Wenn man mich nach Tricks fragt, dann sollen das Abkürzungen sein. Erleichterungen. Methoden die wie ein Pfuschzettel wirken.

Ich möchte Sie aber dauerhaft fit machen. Sie sollen jederzeit auf jeder Bühne und vor jedem Publikum bestehen können. Nicht nur in einer einmaligen Prüfung, nach dem man das Gelernte getrost vergessen darf.

Tricks als Krückentechniken

Es geht deshalb niemals um „Tricks“ in meinen Kommunikationsseminaren. Solche „Krückentechniken“ versagen immer dann, wenn es ernst wird. Sie versagen auch, wenn etwas ein klein wenig anders läuft als geplant. Ausserdem ist das Laufen mit einer Krücke nur selten elegant. Krückentechniken behindern Sie in Ihrem Wachstum. Sie lassen Sie auf Dauer nicht gut aussehen. Höchstleistungen sind so nicht möglich.

Tricks, die einem helfen sollen, wenn man das eigentlich erforderliche nicht tun mag, nenne ich Krückentechniken. Leider behindern Krückentechniken mehr als sie helfen.

Wir pfuschen nicht in meinen Seminaren. Sie beherrschen im Anschluss Methoden und Kniffe, die tatsächlich funktionieren, die wirken, die Sie sicher machen. Diese Methoden können auf  jede Situation – auch auf die ungeübte – übertragen werden. Schlussendlich trägt so gerüstet jeder „Auftritt“ zu Ihrem Erfolg bei! Hier einige Beispiele für Kniffe:

Sie brauchen eine Lösung für ein spezielles rhetorisches Problem? Sie finden hier im Blog und auch sonst keine Lösung? Dann melden Sie sich einfach bei mir zum Rhetorikchoaching. Auch Stundenweise bin ich gern für Sie da. Eigentlich ist Rhetorik ganz leicht.

PS: Ich träume schon ewig davon irgendwann einmal einen Begriff oder eine Redewendung zu erfinden. Bislang ohne Erfolg. Selbst „Krückentechnik“ gibt es schon.

Die Begrüßungsrede

Begrüßungsreden werden oft unterschätzt. Vor allem darin, wie quälend eine schlechte Begrüßungsrede sein kann. Wie oft haben Sie z.B. schon einmal folgendes gehört? „Guten Tag meine Damen und Herren. Schön, dass sie so zahlreich erschienen sind. Bevor wir gleich zum Thema kommen, möchte ich unsere Gäste begrüßen.“  Es folgend zwei Minuten Namensliste.
L  a  n  g  w  e  i  l  i  g

Viele Zuhörer schalten bei solchen Worten zu Recht sofort ab. Warum um Himmels willen sollte man sich solch lieblose Dummheiten anhören? Fast niemand kann zahlreich zu einer Veranstaltung kommen.* Wer weder weiss wo er ist, noch warum er dort ist, braucht wahrscheinlich dringend Hilfe.

Eine Begrüßungsrede kann aber auch eine bedeutsame Geste sein. Zeigen Sie Ihre Wertschätzung für Ihre Gäste. Dann wird die Begrüßungsrede zum Aushängeschild Ihrer Veranstaltung. Ob Lehrlingsversammlung, Ausstellungseröffnung oder Kundenveranstaltung auch mit einer Begrüßungsrede kann man sein Publikum begeistern.

So gelingt die moderne Begrüßungsrede

Moderne Begrüßungsreden sind individuell und persönlich. Dann beeindrucken sie nachhaltig: inhaltlich und menschlich. Versuchen Sie es einmal so:

  1. Einstieg in die an Punkt drei weiterzuführende Geschichte / Ankedote / Rahmenerzählung
  2. Anrede („Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte X (=Hauptperson des Tages)
  3. Vorstellung der eigenen Person (kurz!)
  4. Weiterführung des unter eins begonnenen mit Einbettung der Begrüßung der anwesenden Honoratioren („Ehren“gäste). Dabei bilden Sie wo immer passend Gruppen, um Zeit bei der Vorstellung und beim Applaus zu sparen.
  5. Einstimmung auf die Veranstaltung
  6. Ausstieg / Anmoderation des nächsten Redners

Zu Beginn einer Veranstaltung ist das Publikum extrem aufmerkam. Diese kostbaren Momente sollte man nicht ungenutzt verstreichen lassen. Das Verlesen von Namenslisten zeugt von Lieblosigkeit und führt zu Langeweile. Das hier beschriebene abweichende Vorgehen überrascht und unterhält und bietet so die besten Chancen, Sie als guten Redner*in bekannt zu machen.

Wie lange dauert eine Begrüßungsrede?

Eine Begrüßungsrede sollte nicht länger als fünf Minuten dauern. Versuchen Sie gern kürzer zu bleiben, aber hetzen Sie sich nicht. Es braucht Zeit, die Dinge richtig zu machen.

Warum hält man eine Begrüßungsrede?

Die Begrüßungsrede ist eine Möglichkeit Ihren Gästen Wertschätzung entgegen zu bringen. Ausserdem können Sie so die Wertigkeit Ihrer Veranstaltung betonen. Autorität speisst sich unter anderem aus der Nähe zu wichtigen Personen. Zeigen Sie, was Sie zu bieten haben.

Wann sollten Sie die Teilnehmer*innen und Gäste begrüßen?

Die Begrüßungsrede gehört an den Anfang der Veranstaltung. Sie ist immer die erste Rede des Tages. Wenn Sie zu einer fixen Uhrzeit eingeladen haben, ist nicht mehr als 15 Minuten später oder wenn alle Ihren Platz gefunden haben, der richtige Zeitpunkt gekommen. Wenn Sie in Ihrer Einladung davon gesprochen haben, dass Sie sich „ab X Uhr“ auf Ihre Göste freuen, warten Sie etwas länger. Oft lässt sich dann die Begrüßungsrede mit der Eröffnung des Buffets verbinden.

Wie beginnt man eine Begrüßungsrede?

Wie jede andere Rede auch beginnt eine Begrüßungsrede mit einer gelungenen Einleitung. Beginnen Sie nicht gleich mit der Nennung einzelner Gästenamen. Der Redeeinstieg ist auch bei der Begrüßungsrede wichtig. Erst, wenn der Einstieg geglückt ist, ist der richtige Zeitpunkt für die Begrüßung. Machen Sie uns erst den Mund wässrig und handeln Sie dann die Pflichtpunkte ab.

Wen sollten Sie begrüßen?

.Jede Veranstaltung und Feier kennt Teilnehmer*innen, Gäste, Beteiligte und Ehrengäste.

  • Teilnehmer werden ganz allgemein mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder einer Entsprechung begrüßt.
  • Gäste können ebenso begrüßt werden, wenn es sich nicht um wichtige Personen oder offizielle Abgesandte handelt. Diese – wie auch besonders weit angereiste Gäste – werden wie Ehrengäste behandelt.
  • Redner und andere Personen, die einen Beitrag bei der Veranstaltung leisten, werden mit der Anmoderation Ihres Beitrages begrüßt. Sie müssen nicht zusätzlich schon bei der Begrüßung angesprochen werden.
  • Ehrengäste sollten mit Namen und gegebenenfalls Funktion begrüßt werden. Wenn Sie der Nennung des Namens eine kleine Vorstellung oder ein persönliches Wort hinzufügen, ist es für den Gast und die anderen Zuhörer*innen viel lohnender. Sorgen Sie dafür, dass die Begrüßung nicht langweilig wird. Nutzen Sie die Begrüßung aktiv, um sich selbst und Ihr Anliegen ins richtige Licht zu rücken.

Der Ehrengast

Der Ehrengast ist ein Ehrengast, weil seine Anwesenheit eine Ehre für Sie ist bzw. er mit der Veranstaltung geehrt werden soll. Für ihn ist es eine (vielleicht sogar lästige) Pflicht. Machen Sie ihm oder Ihr die Sache mit einer ausgefeilten Begrüßung angenehm. Ehrengäste wären keine Ehrengäste, wenn sie es nicht verdient hätten oder es sich noch verdienen könnten. Begrüßen Sie typischerweise lieber einen Gast mehr als einen weniger.

Für machen Ehrengast lohnt sich sein Kommen nur, wenn er begrüßt wird. Ausserdem bringt ein Ehrengast Glanz in Ihre Veranstaltung. Nicht zuletzt könnte es sich in der Zukunft auszahlen, sich den Ehrengast gewogen zu machen.

Beispiele für gelungene Begrüßungen

„Ich begrüße ausserdem die Inhaberin von Spiele-Maier, Frau Maier, die uns mit Ihrer großzügigen Spende den Ausflug nach Potsdam ermöglicht hat.“ – Wird so nicht die nächste Spende gleich viel wahrscheinlicher? „Herzlich willkommen heiße ich Direktor Maier: Er hat bereits vor fünf Jahren vohergesagt, was heute endlich zum Abschluß kommt.“ – Wetten, dass er sich an diese Begrüßung gern erinnern wird?

Meine Geschichte

Als Abgeordnete war ich natürlich oft bei Terminen im Wahlkreis. Oft genug wurde dann ich nicht offiziell begrüßt. Deshalb wusste kaum jemand, dass ich da war. Würden Sie Ihre Abgeordnete auf der Straße erkennen? Nicht begrüßt zu werden, war eine sehr frustrierende Erfahrung für mich. Nicht, weil ich so besonders eitel bin, sondern weil es mir meinen Job so schwer gemacht hat.

Mit Mitte Dreissig ging ich nicht nicht zum Altenkaffee, um mich zu amüsieren. Ich ging ausschließlich dorthin, damit mich meine WählerInnen treffen konnten. Und damit meine Parteikollegen mich sahen. Wenn ich dann nicht begrüßt wurde, dann hatte sich der Termin eher nicht gelohnt. Also: Wichtige Gäste, Menschen, von denen man etwas erwartet, Menschen, die kommen, um Ihnen einen Gefallen zu tun, müssen begrüßt werden.

In welcher Reihenfolge werden die Gäste begrüßt?

Bitte begrüßen Sie den ranghöchsten Gast als ersten. Alle anderen folgen entsprechend geordnet. Nur: Wer ist der/die Ranghöchste?

Das Bundesministerium des Inneren stellt keine Rangordnung mehr zur Verfügung. Die offizielle Begründung lautet, dass Ranglisten von Anlass zu Anlass variiert werden müssen. Das war immer schon so. Es scheint, dass man den Diskussionen um die Einstufungen entgehen möchte. Was sicher auch nicht ganz falsch ist.

Ich bin mir trotzdem sicher, dass es verschiedene Ranglisten gibt, weil man nicht jede Entscheidung immer wieder neu treffen wollen wird. Man möchte aber vielleicht nicht erklären müssen, ob und wann der Chef von Amnesty International vor dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelstages geführt wird.

Sie müssen also Ihre eigene Rangliste erstellen. Eine Aufgabe, die durchaus Kopfschmerzen bereiten kann. Wenn Sie wissen möchten, ob Sie es richtig gemacht haben, fragen Sie sich immer, ob ein Gast beleidigt sein könnte. Legen Sie Ihre Rangliste abschließend einigen Vertrauten, die schon länger dabei sind vor. So kommt man meist zu guten Ergebnissen.

Wie man eine Rangliste aufstellt

Ranglisten ergeben sich aus der Rangordnung zwischen den Anwesenden. Hier die grundlegenden Regeln, die dabei helfen können Ranglisten aufzustellen:

  1. Schutzbedürfnis
  2. Hirarchie – darum kommt der Chef vor dem Untergebenen.
  3. Verfassungsgemäßer Rang
  4. Direkt gewählt oder „nur“ ein Amtsinhaber. (Wenn alle Macht vom Volk ausgeht, dann müssen dessen Repräsentanten vorn stehen.)

Das Schutzbedürfnis kann man anhand der folgenden Kriterien einschätzen.

  1. alt vor jung
  2. Fremde und Neuankömmlinge vor Einheimischen und Etablierten
  3. Damen vor Herren (Dieser Grundsatz tritt heute mehr und mehr zurück. Im Job geht die Hirarchie immer vor!)

Begleiter*innen teilen den Rang Ihrer Männer, werden aber an zweiter Stelle nach ihnen begrüßt. „Frau Dr. Maier und Gatte“.

Bei ansonsten gleichem Rang entscheidet das Amtsalter. Kann das nicht genutzt werden, wählen Sie „einfach“ aus. ob das Alphabet oder das Geschlecht (dann bitte Frauen (=Damen) vor Männern), vielleicht aber auch die weiteste Anreise entscheiden soll. Wichtig ist, dass Sie eine einmal getroffene Entscheidung grundsätzlich, d.h. für die gesamte Rangliste beibehalten.

Von Anlass zu Anlass unterschiedlich

Tatsächlich musste die Rangordnung immer schon von Anlass zu Anlass angepasst werden. Je nachdem ist mal der Eine und mal die Andere „schutzbedürftiger“, wichtiger, „wertvoller“.

Wenn Sie sich gar nicht entscheiden können, ob der Kardinal vor oder nach der Oberbürgermeisterin genannt werden muss, dann können Sie sich ja trotzdem einmal an das Protokoll des Bundesministeriums des Inneren oder des Bundestagspräsidenten wenden. Wahrscheinlich hilft man Ihnen bei so ungewöhnlichen Fragen gern.

Zeit sparen

Wenn Sie extrem viele Gäste begrüßen müssen, bilden Sie bitte Gruppen. „Ich freue mich, dass so viele Abgesandte unserer Partnergemeinden mit uns feiern: IHK Vorsitzender A aus Berlin, Stadtkämmerin X aus Wesel und Bibliotheksleiterin Z aus Xanten.“

Achten Sie darauf, inerhalb jede Gruppe die immer gleiche Reihenfolge (im obigen Beispiel alphabetisch nach Ortsnamen) zu nutzen, dann machen Sie sich mit diesem Vorgehen niemandem zum Feind und alle sind froh, dass es schneller geht.

Wer hält die Begrüßungsrede?

Die Begrüßungsrede hält immer der Gastgeber. Diese Pflicht können Sie nicht delegieren. Aber lassen Sie können sich dabei helfen lassen.

Wie kann man Ihnen zuarbeiten?

Direkt nach dem Verschicken der Einladungen

  • (Lassen) Bringen Sie die Personen auf der Liste in eine Rangordnung.
  • Markieren Sie auf der entstandenen Rangliste die zu begrüßenden Personen.
  • Lassen Sie Rangordnung und Begrüßungsbedarf überprüfen.
  • Markieren Sie alle Personen, die begrüßt werden sollen und zu denen Sie mehr Informationen brauchen. Lassen Sie sich die Leerstellen auffüllen.

Am Tag der Veranstaltung

Platzieren Sie am Tag der Veranstaltung an allen Eingängen Kontrollpunkte, an denen abgehakt wird, wer gekommen ist. Es ist recht peinlich, jemanden zu begrüßen, der nicht da ist. Noch peinlicher ist es, wenn jemand wirklich wichtiges überraschend kommt und dann nicht begrüßt wird.

Die Kontrollpunkte werden darum am besten immer mit zwei Personen besetzt. Mindestens eine dieser Personen sollte mit dem Kreis der Eingeladenen vertraut sein. An den Kontrollpunkten werden alle Ankommenden im Namen des Veranstalters begrüßt.

Bevor es los geht erhält der Gastgeber den aktuellen Stand und kann so seine Rede gegebenenfalls anpassen.

Wann ist eine Begrüßungsrede nicht angemessen?

Bitte planen Sie keine Begrüßungsrede für Trauerfeiern, Beerdigungen oder Gedenkfeiern ein. Zu einem traurigen Anlass kann man niemanden voller Schwung willkommen heissen.

Falls Sie es für angemessen halten, können Sie eventuell anwesende Ehrengäste in der Hauptrede ansprechen. Auch das gibt Ihnen die Möglicheit sich für das Kommen und die gezeigte Anteilnahme zu bedanken.

Vielleicht wollen Sie z.B. auch die Trauernden trösten. Dann dürfen Sie sie dazu natürlich direkt ansprechen.

Und wenn Sie einen Fehler gemacht haben?

Falls vergessen wurde, einen wichtigen Gast zu begrüßen, holen Sie es einfach nach. Dazu findet sich immer  eine Gelegenheit. Sagen Sie nicht, dass Sie den Gast vergessen haben. Warten Sie nicht bis zum Abschluss der Veranstaltung.

Ist jemand über seine Einstufung auf der Rangliste verärgert, tut eine Entschuldigung nicht weh und kostet nichts. Wem die Rangordnung so wichtig ist, dass er sich selbst beschwert, der hat eine Entschuldigung verdient. In jedem Fall. (Auch wenn wir selbst denken, dass die Beschwerde unberechtigt ist. In diesen Dingen hat jeder seine eigene Wahrheit.)

*Die einzigen, die zahlreich erscheinen können, sind Schwangere und Menschen mit multiplen oder gespaltenen Persönlichkeiten …

Der Vergleich

Kaum etwas ist so mächtig wie ein gut gewählter Vergleich. Vergleiche arbeiten direkt im Kopf der Zuhörer und brennen Bilder ins Hirn. Bitte nutzen Sie darum Vergleiche nur, wenn Sie wollen, dass Ihr Gegenüber die Dinge so sieht, wie Sie. Wichtig ist, den „Angriffspunkt“ genau zu treffen. Welchen Aspekt wollen Sie definieren? Was sollen die Zuhörer darüber denken? Welche weiteren Einschätzungen wollen Sie transportieren.

Hier ein Beispiel für gegenteilige Eindrücke je nach gewähltem Vergleich.

  • Gabriel den Haushalt steuern zu lassen, ist so erfolgversprechend wie sein T-Bone-Steak von einem Berner Sennhund bewachen zu lassen.
  • Gabriel den Haushalt steuern zu lassen, ist so erfolgversprechend wie sein T-Bone-Steak von einer Hyäne bewachen zu lassen.

Was ist ein Vergleich?

Der Vergleich setzt Dinge in Beziehung zueinander. Die Dimension bezüglich derer die Gleichheit oder Ungleichheit der zu vergleichenden Objekte gemessen wird, ist das „Tertium comperationis“. Es ist damit die Maßeinheit der Ähnlichkeit der beiden verglichenen Objekte. (In den folgenden Beispielen sind das Größe, Gewicht und XXX.)

  • A ist so groß wie B.
  • B ist 5 kg schwerer als C.
  • C hat genauso eine XXX wie A.

Wobei hilft ein Vergleich?

Man nutzt Vergleiche, damit das zuerst genannte Objekt in Bezug auf eine bestimmte Dimension besser eingeschätzt werden kann. Dies geschieht entweder in Bezug auf die Änlichkeit der beiden oder den Kontrast zwischen den beiden Objekten. Die verglichene Eigenschaft wird eindringlich veranschaulicht.  Bsp.: Haare (erstes Objekt) so schwarz (verglichene Eigenschaft) wie Ebenholz (Veranschaulichung).

Vor jeder Entscheidung steht die Beurteilung der Optionen. In der Mehrzahl der Fälle stellt das Publikum dazu ganz automatisch und oft unbewusst Vergleiche an. Wenn Sie Ihren Zuhörern den Vergleich und damit das Vergleichsobjekt selbst an die Hand geben, haben Sie großen Einfluss darauf, wie das Urteil ausfällt.

Durch die Wahl des Objekts der Veranschaulichung können Sie Humor, Bildung und Sachkunde beweisen. Darum sein Sie bitte kreativ und innovativ. Dann wird aus dem oft langweiligen Vergleich eine richtig tolle Sache.

Sie können aber auch implizit sehr viel aussagen. (s.o. Berner Sennhund gegen Hyäne.) Die Flüchtlingslawine ist eben nicht nur riesig, wir sind ihr ausserdem hilflos ausgeliefert.

Meine Lieblingsvergleiche

  • Das ist so sinnvoll wie eine Landkarte im Maßstab 1:1.
  • Er bewegt sich so schnell wie eine gelähmte Schnecke.

Verfälschende Vergleiche

Um zu manipulieren, muss man lediglich das Objekt, mit dem verglichen wird, geschickt auswählen. Hier ein weiteres Beispiel:
Sie hatte Lippen so rot wie Erdbeeren. – Ihre Lippen waren so rot wie Schweineblut.
Die weiteren Eigenschaften des verdeutlichenden Objekts übertragen sich auch dann, wenn sie nichts zum eigentlichen Vergleich beitragen.

Verunglückte Vergleiche

Bestimmte Vergleiche sind tabu. In Deutschland sind das z.B. alle Vergleiche, die irgendeinen Aspekt der nationalsozialistischen Herrschaft zur Verdeutlichung von Leistung nutzen. Der Blitzkrieg mag in Japan bewundert werden, hier nicht.

Ähnliche Stilmittel

Metapher, Synkedoche, Meonymie, Parallelismus und Gleichnis

Ausdrucksstarke Gesten

Gesten und Sprache sind eins

Um ausdrucksstarke Gesten zeigen zu können, müssen Sie etwas gundlegendes begreifen: Gesten sind in Struktur gegossene Gedanken; Gedanken, die Bilder erzeugen; Gedanken aus der Tiefe des Bewusstseins und der Gefühle.

Gesten sind zielgerichtete Bewegungen einzelner Körperteile. Wir nutzen Sie, um Bedeutsames hervorzuheben, Gefühle zu vermitteln oder Abstraktes nachvollziehbar zu machen. Gesten sind Gedanken, die in Bewegung übertragen wurden. Wer Gesten „einfach“ einstudieren will, wird kaum oder nur kärglich kleine Erfolge erzielen. Bitte versuchen Sie es nicht.

Gesten, die gefallen, entstehen, weil unsere innerliche Beteiligung nach aussen drängt. Je leidenschaftlicher Sie sprechen desto leichter wird es sein, ausdruckstarke und große Gesten zu zeigen.

Regel Nummer eins für ausdrucksstarke Gesten: Bilden Sie sich eine Meinung über Ihr Thema! Finden Sie Ihren Standpunkt!

Gesten muss man zulassen

Die (Ober-)Arme liegen immer eng am Körper an? Die Bewegungen gehen nicht über die Handgelenke hinaus? Sie haben vielleicht zu gut gelernt, sich im Zaum zu halten. Das macht es für Gesten schwer nach aussen zu drängen. Die Gesten fühlen sich unnatürlich an, auch wenn Sie zu Ihrer Rede passen. Wenn Sie Ihren Körper daran gewöhnen möchten, ausdrucksstärkere und größere, insgesamt selbstbewusstere Gesten zuzulassen, dann bietet sich die Opernsängerübung an:

Opernsängerübung

Stellen Sie sich gedanklich auf die größte Ihnen bekannte Bühne. Sie feiern einen triumphalen Erfolg. Breiten Sie die Arme weit aus und bedanken Sie sich überschwenglich – aber stumm! – für die stehenden Ovationen, die Sie erhalten haben. Sie dürfen auch gerne stumm eine leidenschaftliche Dankesrede halten und Sie Ihre Arme und Hände dazu fliegen lassen.

Wenn Sie sich z.B. auf die Bühne der Wiener Staatsoper stellen möchten, dann können Sie das hier tun. (oben 2x nach rechts klicken). Ihre Gesten müssen so deutlich sein, dass Sie auch von der Galerie und aus der kaiserlichen Mittelloge zu sehen sind.

Achten Sie bitte besonders darauf, die Oberarme und Ellenbogen extra weit vom Körper zu entfernen. Strahlen Sie, werfen Sie Kusshänden ins Publikum, geben Sie Ihrer überschwänglichen Freude Ausdruck. Je mehr Sie die Freude über den Erfolg spüren, desto leichter werden Ihnen die großen Gesten fallen. Bitte beobachten Sie sich nicht dabei im Spiegel.

Wieso gestikulieren wir?

Die Forschung geht heute davon aus, dass wir zuerst mit dem Körper gesprochen haben. Zeitgleich mit der Entwicklung des aufrechten Gangs führten körperliche Veränderungen dazu, dass wir auch mehrere Laute hintereinader erzeugen konnten. Als wir dann noch lernten, Werkzeuge zu benutzen, wurde die Gestensprache sogar gefährlich. (Mit einer Axt in der Hand…) An diesem Punkt waren wir quasi gezwungen, unsere Stimme für die zielgerichtete Kommunikation zu nutzen.

Gesten gehen den Worten voraus, weil wir mit unseren Händen denken. Handbewegungen und andere Gesten werden vom Gehirn schneller angestoßen als Sprache. Darum gehen Gesten den Worten voraus. Weil das so ist können wir nur schwer ohne Gestik sprechen und weil das so ist, kann man Gestik nicht planen.

Gestik-Test

Versuchen Sie etwas kompliziertes zu erklären und gleichzeitig die Hände bewusst vollkommen still zu halten. Legen Sie die Hände flach auf den Tisch oder setzen Sie sich drauf.

Es wird nicht funktionieren.

Ausdrucksstarke Gesten machen glaubwürdig

Weil unsere Gestik so tief in uns wohnt, ist Sie eins der wichtigsten Signale unserer Körpersprache. Gestik macht Sie als Person erkennbar. Ausdrucksstarke Gesten verifizieren was Sie sagen und machen deshalb glaubwürdig. Gestik zeigt, dass wir persönlich involviert sind.

Tipp

Verstecken Sie niemals jemals, wirklich nie, niemals Ihre Hände! Zeigen Sie Ihre Hände immer. Hände gehören weder in Hosen-, noch in Jackentaschen, nicht hinter den Rücken oder hinter das Pult und schon gar nicht unter den Tisch. Das liegt doch auf der Hand, oder?

Was für Gesten gibt es?

Ihre Gestik wurde Ihnen teilweise vererbt. Es gibt familien- und kulturtypische Gesten. Achten Sie einmal darauf.

Man unterscheidet sprachbegleitende und sprachersetzende Gesten. Oft erfüllen Gesten die Kriterien mehrer Kategorien. Es lohnt sich trotzdem mehr darüber zu wissen, weil man ein paar bewusst verändern und verbessern kann.

Sprachersetzende Gesten

Die sprachersetzende Gestik oder symbolische / emblematische  Gestik kann man relativ leicht erlernen und ganz bewusst einsetzen. Dazu gehören z.b. Kopfschütteln, Schulternzucken oder Nicken sowie das Stoppsignal der aufgestellten Handfläche am Ende des ausgestreckten Arms, das ok-Zeichen oder auch der erhobene Daumen. Aber ACHTUNG! Diese Gestik ist kulturell kodiert. Je nach Kulturkreis haben sie eine andere, vielleicht ungünstige, häufig auch sexuelle abwertende Konnotation. „ok“ ist in vielen Gebieten der Welt ganz und gar nicht ok.

Siemens erlebte vor vielen Jahren ein sehr teures Missverständnis mit der sprachersetzenden Geste des Kopfnickens. Sie gingen mit dem Preis immer und immer weiter runter, je intensiver Ihre indischen Partner den Kopf schüttelten. Hätten die Siemensvertreter gewusst, dass eine Form des Kopfchüttelns in Indien Zeichen des Respekts ist und eine andere sehr wohl „Zustimmung“ bedeutet, dann wäre es besser für sie ausgegangen. Die indischen Vertragspartner waren nicht etwa entrüstet über imer noch zu hohe Preise, sondern konnte ihr Glück über die immer besser werdenden Angebote nicht fassen. In Bulgarien, Nord-Griechenland und Sri-Lanka könnte übrigens dassselbe passieren.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/Uj56IPJOqWE

Darum seien Sie bitte in fremden Kulturkreisen vorsichtig mit Ihrer Deutung und der Verwendung sprachersetzender Gestik.

Sprachbegleitende Gesten

Es gibt vier verschiedene Formen der sprachbegleitenden Gestik: deiktische, ikonische, metaphorische Gesten und die so genannten „Beats.“** Die Unterscheidung ist nicht immer leicht und nicht immer ist eine Geste nur eins. Ich stelle sie trotzem vor, weil der Prozess des Erlernes neuer entsprechender Gesten ein jeweils unterschiedlicher ist.

Deiktische Gesten

Deiktische Gesten sind die Zeigegesten: Das will ich haben. Dahin müssen wir gehen. Sie müssen aufpassen. Kleinkinder zeigen diese Art der Gesten bereits ab dem 10. Lebensmonat. Typischerweise werden sie mit dem Zeigefinger ausgeführt.

Zeigefingertipp

Versuchen Sie den ausgestreckten „pädagogischen Zeigefinger“ (Samy Molchow) durch die offene, ausgestreckte Hand zu ersetzten. Sie wirkt um so vieles einladender und großzügiger.

Sie könnte den Zeigefinger auch leicht krümmen wie es z.B. Obama tut.

Dies zu erlernen kostet Mühe, ist den Einsatz aber wert.

Deiktische Gesten mit dem Zeigefinger sind unvorteilhaft eng mit Zwang und Schule verbunden. Wenn Sie von „müssen“ sprechen und dabei den ausgestreckten Zeigefinger und womöglich noch am am ausgestreckten Arm benutzen, dürfen Sie sich darum über Widerstand nicht wundern.

Ikonische Gesten

Die Silhouette einer Frau wird mit kurvigen Bewegungen in die Luft gezeichnet – eine ikonische Geste. Ikonische Gesten stellen Gegenstände, Ereignisse, räumlichen Bezüge dar, auf die sprachlich bezug genommen wird.

Typisch sind die Gesten: Hand aufs Herz, Hand vor den Mund, das alles gehört mir,

Metaphorische Gesten

Metaphorische Gesten sind – genauso wie ikonische Gesten – abbildend. Nur beziehen Sie sich abstrakte Konzepte, so z.B. die geöffneten Hande bei Redebeginn.

Ikonische und metaphorische Gesten einstudieren

Ikonische und metaphorische Gesten sind wie die sprachersetzenden Gesten bildhafte Gesten. Je intensiver Sie sich mit Ihren Texten auseinandersetzen, desto eher wird sich die passende Gestik einstellen. Führen Sie sich selbst vor Augen, was die Zuhörer sehen sollen. Nehmen Sie sich andere zum Vorbild, üben Sie die Gesten beim Üben der Rede mit ein und vergessen Sie auf der Bühne alles darüber! Wenn Gesten nämlich nicht natürlich, sondern zu spät kommen, zerstören sie unsere Glaubwürdigkeit. Wenn Sie genügend üben und der Text es zulässt, werden die ausdrucksstarken Gesten kommen.

Beats

Sie alle haben es schon gesehen. Jemand ringt und Worte und bewegt dabei lebhaft seine Hände.

Beats sind rythmisierende Gesten. Sie sind quasi der Taktstock des Sprechens. Sie dienen der Betonung des Gesagten. Es wird z.B. immer wieder mit der Faust auf das Pult oder mit der Handkante nach unten geschlagen. Beats dienen zur Akzentuierung wichtiger Redeanteile. Auch das trotzige Stampfen mit dem Fuß kann ein Beat sein.

Beats kann man recht leicht einstudieren. Üben Sie sie einfach bereits mit der Rede. Wichtige, entscheidende Passagen mit Beats zu unterlegen, ist eine gute Idee. Beats geben Ihren Worten eine hohe Wichtigkeit. Um ausdrucksstarke Gesten zu sein, müssen Ihre Beats nicht besonders groß werden. Hier gilt eher die Devise: klein aber fein. Es geht weniger um die Amplitude als um den Rythmus der Bewegung.

Wie entstehen ausdrucksstarke Gesten?

Ausdrucksstarke Gesten müssen eine Mindestgröße haben (sichtbar sein). Sie finden typischerweise über dem Bauchnabel statt und sie kommen immer vor den Worten. Kommen Gesten nach den Worten, dann wird das als Zeichen für Unglabuwürdigkeit gesehen. Ausdrucksstarke Gesten wirken nicht, wenn Ihre Haltung nicht stimmt.

Es ist immer günstiger die Handflächen als die Handrücken zu zeigen. Handflächen sind ein verletzlicher Körperteil. Sie zu zeigen zeugt von Stärke, Vertrauen und Selbstsicherheit.

Ausdrucksstarke Gesten müssen keinesfalls immer groß sein. Sie variieren in Größe, Präzision, Richtung und Intensität. Mal sind die Handgelenke gebeugt und mal gestreckt. Mal zeigen wir schnellere und mal langsamere Bewegungen. Ausdrucksstarke Gesten passen sich dem Inhalt und der Intention des Gesagten an. Je genauer die Passung und je präziser die Abstimmung um so stärker wirken unsere Gesten für uns.

Genauso, wie wir mit unserer Stimme spielen, können Sie auch lernen mit Ihrer Gestik spielen. Die Größe Ihrer Gesten verändert sich – wenn Sie durchlässig genug sind – z.B. analog dazu, wie laut Sie in den entsprechenden Situationen sprechen. Wenn Sie langsam und bedächtig sprechen, werden die Gesten nicht groß sein und auch keine schnellen Bewegungen beinhalten.

Ausdrucksstarke Gesten entstehen am leichtesten, wenn Sie zu 100 Prozent hinter dem stehen, was Sie sagen. Sorgen Sie also dafür, dass das so ist. Sprechen Sie vorher mit anderen über das, was beim Vortrag Thema sein wird. Legen Sie sich schon vorher fest. Fangen Sie vielleicht schon an, das zu tun, worüber Sie nachher sprechen. Wenn Sie sich mit Ihrer Botschaft eins sind, dann haben Sie alle Chancen sehr überzeugend zu sein.

Übung

Lesen Sie das Gedicht „John Maynard“ laut und mit starker Betonung. Versuchen Sie den Inhalt zu spüren und Ihre Hände „fliegen“ zu lassen. Stellen Sie sich dabei vor, dass Sie zu einem großen Publikum sprechen und immer wieder andere Personen direkt ansprechen.

Was ist auf der Bühne anders?

Ihre Gesten sollten auf der Bühne größer sein als im Gespräch. Sie richten sich nicht an eine einzelne Person sondern an viele. Je größer Ihr Publikum und je weiter entfernt es sitzt, desto ausladender muss auch Ihre Gestik werden. (Ausnahme: Sie werden parallel gefilmt und das Publikum nimmt Sie vor allem über die Leinwände wahr.)

Tipp

Ihre Gesten werden automatisch größer, wenn Sie sich nicht an die erste sondern an die letzte Reihe wenden.

Bitte lassen Sie Ihre Gesten am Endpunkt etwas „stehen“. Nehmen Sie die Hände nicht gleich herunter. Lassen Sie sie schon gar nicht einfach kraftlos fallen und noch baumeln und auspendeln. Energie bestimmt ganz maßgeblich mit darüber, wie gern uns das Publikum zuhört und ob es uns glaubt. Idealerweise geht quasi eine Geste in die andere über.

Wenn Sie über Details oder etwas sehr privates sprechen oder präzise sind, werden Ihre Gesten automatisch kleiner (exakter) werden. Stören Sie sich nicht daran, es ist richtig so. Wenn Sie stattdessen leidenschaftlich zu umfassender Erneuerung aufrufen, werden Ihre Gesten automatisch größer werden. Sie müsses es nur wirklich ernst meinen.

Um eine bessere Verbindung zu Publikum zu erhalten, könnten Sie versuchen eher Ihre Handinnen- statt -außenflächen zu zeigen.

Exakt-Alle-Übung

1. Breiten Sie die Arme in Schulterhöhe weit aus und sagen Sie voller Überzeugung: „Wir müssen genauer agieren…“. 2. Nehmen Sie die Arme herunter, heben Sie eine Hand etwas hoch und bilden Sie dabei mit dem Zeigefingernagel auf dem obersten Fingerglied des Daumens einen Kreis und sagen genauso sicher: „Die ganze Welt ist begeistert“. 3. Tauschen Sie die Sätze.

Merken Sie sich, wie es sich anfühlt, ausdrucksstarke Gesten zu verwenden. Man kann und sollte sich daran gewöhnen.

Sie wollen lebendig und glaubwürdig wirken? Dann nutzen Sie mehr Gesten. Wenn Sie es live probieren möchten, dann kommen Sie ins Rhetorik Bootcamp.


** David McNeill „Why We Gesture: The Surprising Role of Hand Gestures in Communication.

Links oder Rechts!?

„Heben Sie jetzt bitte die rechte Hand…“ und dann hebt das Publikum die Linke. So kann es gehen. Der Redner macht es nämlich falsch – mit seiner eigenen rechten Hand  -vor.

Da kann man sich dann schon mal wundern. Rechts? Links?







Links? l i n k s ?

Alles, wozu Ihr Publikum eine Seitenangabe braucht, müssen Sie spiegelverkehrt ansagen. Das kann sehr anstrengend werden. Nutzen Sie doch einfach folgenden Kniff:

Bitte vertauschen Sie Ihr eigenes „Rechts“ und „Links“ bevor Sie auf die Bühne gehen. Stellen Sie sich dazu ein tätowiertes „L“ und „R“ auf Ihren Handrücken vor.

Wenn Sie das ein paar Mal geübt haben – es geht auch in privaten Gesprächen – wird Ihnen das Umschalten leicht fallen. Ich bin auf diese Art einige Wochen lang sehr sicher durch den englischen Linksverkehr gekommen. Nur linksherum durch den Kreisverkehr zu fahren blieb aufregend. Ich musste aber in Deutschland auch noch nie einen Kreisverkehr mehrfach umrunden…

Sie wenden doch jetzt nicht etwa ein: „Aber das passt doch nicht, wenn ich über meine Folien spreche!“? Dann würde ich Ihre Äusserung ignorieren. Ich würde zu Ihren Gunsten hoffen, dass Sie Ihrem Publikum niemals den Rücken zuwenden. Ausserdem würde ich hoffen, dass Ihre Folien immer so eindeutig sind, dass sie solcher Erklärungen nicht bedürfen.

Wenn Sie einmal etwas nicht mit dem „Bühnen-Links“ / 
„Bühnen-Rechts“ ansagen müssen, dann machen Sie etwas falsch!

Spiegelverkehrt denken zu müssen ist leider sehr anstrengend. Darum nochmals: Benennen Sie Ihre Hände einfach um, wenn Sie auf die Bühne treten. Die Tatoos dürfen auch leuchten, wenn Sie das möchten.

Fun Fact

Was wir abseits der Bühne – aus inhaltlichen Gründen – für rechts oder links halten, folgt bestimmten Konventionen. Warum ein deutscher und ein französischer Gleiswärter denselben toten Hund gleichzeitig rechts und links der Bahn entdecken können, lesen Sie hier. (Artikel folgt.)

Testimonials – Friederike Galland

Es war eine bewusstseinserweiternde Erfahrung. Ich bin sehr glücklich, dass ich mich getraut habe aktiv teilzunehmen.
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TeilnehmerIn Rhetorik-Bootcamp
Im Rahmen eines ausgezeichneten und äußerst kurzweiligen Wochenendseminars habe ich bei Friederike Galland das Führen guter Vertriebsgespräche auch praktisch geübt. Nicht grade meine Kernkompetenz – umso wichtiger war dieses Seminar.
Friederike Galland stellt sich genau auf die jeweilige Gruppe ein und schafft es dadurch, jeden mit Ihrem Coaching oder mit Ihren Vorträgen zu erreichen. Diese sind außerdem abwechslungsreich gestaltet, was Ihr die Aufmerksamkeit des Publikums sichert und diesem im Umkehrschluss einen Zugewinn an Wissen bringt. Sehr zu empfehlen sind Frau Gallands Rhetorikschulungen.
Sie machte alle Teilnehmer ein Stück reicher! Hebt das Selbstwertgefühl der Teilnehmer trotz kritischer Worte.
Lieblingsfeedback
anonym
TeilnehmerIn Rhetorik-Bootcamp
Das Seminar mit ihr gibt immer wieder neue Eindrücke, Motivation an sich selbst zu arbeiten und aus sich selbst herauszuhören. Das macht sie mit einer solchen Energie und Freude, dass ich mich schon jetzt auf das nächste Seminar freue, wo ich meine Fortschritte demonstrieren kann.
Céline, Studentin
(Rhetorik-Bootcamp u.a.)
Fachlich hat sie ihren Workshop perfekt auf unsere Bedürfnisse angepasst und uns so ideal wie nur möglich durch Tipps und Anmerkungen optimiert. Trotz ihres unglaublichen Know-hows hat sie die wichtigsten Informationen für uns Einsteiger herausgegriffen und leicht verständlich und vor allem einprägsam erläutert. Danke für die grandiosen 1,5 Tage 🙂 Sie war sehr sympathisch und authentisch mit einem so lebensfrohen Lachen. Note 1
Note 1 Diese Frau ist einfach der pure WAHNSINN!
Leo-Akademie 2017
Leo Akademie 2017
Teilnehmer
Friederike ist eine "geile Sau". Das Rhetorik-Seminar war großartig und ich kann es nur jedem wärmstens ans Herz legen. Jede Minute lohnt sich. Die Übungen stimmten mit dem Motto "Raus aus der Komfortzone" überein und ließen jeden einzelnen über den eigenen Schatten springen. Friederike selbst gestaltet das Seminar unglaublich motivierend und strahlt eine Energie aus, die mitreißt.
Das Rhetorik Seminar von Friederike Galland kann ich nur jedem empfehlen, egal ob erfahrenden Politiker oder einfach nur für Personen, die Ihre Präsentationsfähigkeiten stärken wollen. Das Seminar hat, dank der individuellen Ausrichtung auf alle Gruppenteilnehmenden, einen nachhaltigen Erfolg für mich persönlich gehabt. Dies gelang Frau Galland, obwohl es in der Gruppe große alters- und Erfahrungs- Unterschiede gab. In dem Seminar wurden nicht nur Techniken für eine gute Rede vermittelt, sondern auch direkt umgesetzt. Unter realistischen und teilweise auch spielerischen Bedingungen trainierten wir zu gestikulieren, Artikulation und spontane sowie geplante Reden zu halten. Dieses wurden anschließend mit Hilfe einer Videoanalyse ausgewertet. Frau Galland konnte mit Ihrem großen Wissensschatz und Erfahrung aus ihrer eigenen politischen Kariere immer wieder passende Beispiele und Hilfestellungen leisten. Das Seminar bestand aus einer perfekten Mischung, die individuell mit der Gruppe abgestimmt worden ist, zwischen kleinen Theorieblöcken und viel praktischen Übungen. Ich freue mich schon auf das Aufbauseminar.
Sie hat uns so viel beigebracht und das auf so einzigartige Art und Weise. Ich würde es jederzeit wiederholen. Note 1 Top Referentin.
Leo-Akademie 2017
Leo Akademie 2017
Teilnehmer
Bei einem Frauenseminar war Frau Galland unsere Rhetorik-Referentin. Sehr kompetent, mit Witz und Charme brachte uns Frau Galland Tricks und Kniffe für den gelungenen Auftritt bei. Nicht nur die rhetorischen Fähigkeiten wurden verbessert, wir lernten auch auf unsere Körperhaltung, Mimik und Gestik zu achten und dabei authentisch zu bleiben. In vielen Übungen wurde das Wissen vertieft. Sehr schön war der respektvolle Umgang von Frau Galland mit uns Telnehmerinnen, sowie den liebevollen Korrekturen und Aufmunterungen wenn es mal nicht ganz so gut geklappt hat. Das dort Erlernte half mir sehr bei meinen beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten. Mittlerweile ist es für mich Routine vor Menschen zu sprechen. Ich kann Frau Galland nur sehr empfehlen.
Note 1 Einfach nur klasse, mehr kann ich dazu nicht sagen!
Leo-Akademie 2017
Leo Akademie 2017
Teilnehmer
Note 1 Danke an Friederike für 2 tolle Tage Viele Übungen haben für Abwechslung gesorgt und man war selber ständig aktiv und darum geht es bei solchen Workshops. Besonders gut hat mir das persönliche Feedback gefallen, sodass jeder weiß, an welchen Punkten er ansetzen muss.
Leo-Akademie 2017
Leo Akademie 2017
Teilnehmer
Trotzdessen, dass ich meine persönlichen Grenzen überschreiten musste, kann ich im Nachhinein sagen, dass es mich total weiter entwickelt hat und Türen für anderes öffnet. Note 1
Leo-Akademie 2017
Leo Akademie 2017
Teilnehmer
Es gibt viel zu wenig gute Redner und Rednerinnen – Friederike Galland Das Seminar war sehr gut! Auch die Körperübungen waren super!
Leo-Akademie 2017
Leo Akademie 2017
Teilnehmer
Ihr Seminar "Frauen in der Kommunalpolitik" hat mir sehr gut gefallen. Ich habe vieles mitnehmen können und werde diese Woche einiges bei meiner Bürgerrunde, Sitzungen und Vorstandsbesprechung ausprobieren. Danke und würde mich über weitere Seminare von Ihnen freuen.
"Frau Galland hat ein grandioses Seminar gehalten, das zu keiner Zeit trocken oder in einer sonstigen Form langweilig war. Dazu außerdem sehr lehrreich und gut vermittelt, gerade über die ständigen praktischen Übungen."
"Ich würde bei Frau Galland jederzeit wieder solch ein Seminar belegen und sie auch weiterempfehlen!! Bestes Seminar, das ich jemals besuchen durfte!!!"
Erdbeeren
Leo-Akademie 2016
Rhetorik-Bootcamp
"Es war ein angenehmes Zusammenspiel aus persönlich gefordert sein, das eigene Entwicklungspotential zu entdecken und viel Lachen über Geschichten die das Leben schreibt ... neben den Inhalten hat Friederike Galland aus jeder von uns wertvolle Seiten herausgezaubert"
Dozen­tin Frie­de­ri­ke Gal­land, Rhe­to­rik­trai­ne­rin und ehe­ma­li­ges Mit­glied des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses, schuf ein Pro­gramm, das alle Teil­neh­mer an ihre Gren­zen brach­te, ihnen aber auch einen Quan­ten­sprung in ihrer Aus­spra­che, Prä­sen­ta­ti­on und per­sön­li­cher Ent­wick­lung ermög­lich­te.
"Eine klasse Frau, die das Seminar sehr gut geleitet hat und die Inhalte zur vollsten Zufriedenheit vermitteln konnte.."
Erdbeeren
Leo-Akademie 2016
Rhetorik-Bootcamp
Tolles Seminar. Sehr gute Motivation. Man geht mit Elan und vielen neuen Ideen aus dem Seminar und brennt darauf, die Dinge umzusetzen. Durch die praktischen Übungen bleibt so viel hängen.
unsichtbare Frösche
Hildegard Schiffers
Seminar Mitgliederwerbung
"Als Ergebnis unserer Zusammenarbeit bekomme ich begeistertes Feedback für meine Präsentationen. Danke! Ich habe mich einfach an Deine Worte erinnert. Das habe ich dann umgesetzt."
Gut, dass so viele Frauen mit Unternehmergeist die Unterstützung der Käte Ahlman Stiftung nutzen. Das Seminar mit Friederike Galland in Bad Honnef hat mich einen Schritt weiter gebracht.