Zitate + Umgang mit Statistik

Grafik Winston Churchill

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

anonym

Dieses berüchtigte Zitat wird gern und oft ausgerechnet dem Statistik-Liebhaber Winston Churchill zugeschrieben. Wahrscheinlich wurde es genau zu diesem Zweck vom „fanatischen Fälscher“ Göbbels erfunden. Er wollte damit Misstrauen bezüglich der englischen Meldungen über die britischen Erfolge und die deutschen Verluste sären. Welche Ironie der Geschichte. Dieses Beispiel macht deutlich, wie vorsichtig man im Umgang mit Zitaten sein sollte.

Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum ich möchte, dass dieses Zitat nicht mehr benutzt wird. Zahlen, Statistiken grundsätzlich abzulehnen ist ein Fehler. Das sollten wir spätestens aus der Covid Pandemie gelernt haben. Und die Künstliche Intelligenz zeigt uns, dass klug erkannte Regelmäßigkeiten unser Leben verbessern können. Darum bitte, benutzen Sie dieses Zitat nicht mehr. Wenn wir gute Entscheidungen treffen wollen, müssen wir die grundlegenden Zahlen überprüfen und dann diesen Ergebnissen folgen.

Gute Zitate vermitteln Autorität und tragen zur Glaubwürdigkeit (Ethos) eines Redners bei. Aber nur, wenn sie korrekt attributiert wurden und der Zitatgeber eine geachtete Persönlichkeit ist.

Wie Sie Zitate noch besser einsetzen können und welche Feinheiten Zitate wirkungsvoll machen, erkläre ich hier am Beispiel der Zitate von Christine Lagarde.

Nur das beste Zitat betört

Grate you teeth and smile. – Lächle, während Du mit den Zähnen knirscht.

Christine Lagarde, 2013

Zitate könnten Ihren Reden viel Autorität und Glaubwürdigkeit verleihen. Dazu, wie Sie das beste Zitat für Ihre Rede auswählen, gibt es kaum Hinweise. Das will ich ändern. Denn nur das richtige Zitat verzaubert. Aus Christine Lagardes Reden lassen sich drei Hauptregeln ableiten.

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Sechs gute Gründe, warum Sie ohne Rednerpult reden sollten

Rednerpulte meide ich sie, wo immer ich kann. Meinen Klienten empfehle ich, ebenfalls darauf zu verzichten. Sie wirken ohne Rednerpult besser und dafür gibt es mindestens sechs Gründe.

Die Ahnen unserer Rednerpulte sind die Kanzeln. Von dort wurde früher Gottes Wort verkündigt. Hinter einem Pult und sozusagen ex cathedra zu sprechen, gab Rednern früher eine besondere Autorität. Das gilt heute nicht mehr. Im Gegenteil.

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