Mit Power Poses gegen Redeangst

Was sind Power Poses?

Power Poses sind machtvolle, expansive Haltungen und Gesten. Der Begriff wurde von der in Harvard lehrenden Wissenschaftlerin Amy Cuddy geprägt. Nimmt man für mindestens zwei Minuten eine Power Pose ein, wird man sicherer und fühlt sich selbstbewusster.

Prinzipiell geht es bei Power Poses darum, sich groß zu machen, Raum einzunehmen, offen zu sein. In der sogenannten Wonder Woman Pose steht man z.B. breitbeinig und sehr aufrecht und stemmt die Hände in die Taille.

Auch die Füße auf den Schreibtisch (den eigenen!) zu legen und gleichzeitig die Hände hinter dem Kopf zu verschränken ist eine Power Pose. Sie könnten auch in einer Siegerpose die Arme über den Kopf hochreissen oder die Fäuste zum Himmel strecken.

Allen Power Poses gemein ist, dass sie viel Raum einnehmen. sie stellen außerdem verletzliche Korperregionen deutlich zur Schau. Männernutzen bei den Power Poses gern zusätzlich die Hände, um deutlich auf die Geschlechtsteile zu weisen.

Wann sollten Sie Power Poses einnehmen?

Weil Power Poses selbstsicher machen, ist es gut, sie kurz vor einem wichtigen Termin einzunehmen. Sie sollten die Pose mindestens zwei Minuten halten. Suchen sie sich deshalb einen geschützten Raum, in dem Sie unbeobachtet üben können. (Büro / Toilettenkabine) Übertreiben Sie es bewusst. Dabei dürfen Sie sich ruhig lächerlich vorkommen. Achten Sie darauf, sich im Anschluss nicht klein zu machen! Sonst verliert sich der Effekt der Power Pose schnell.

Amy Cuddys Ted Talk

Würden Sie gern wissen, was das Konzept von „Fake it till you become it“ bewirken kann? Dann hören Sie mal hier rein:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Ks-_Mh1QhMc
Der zweiterfolgreichste TED-Talk aller Zeiten. Amy Cuddy „Your body language may shape who you are.“

Streit um die Wirksamkeit

Das Konzept der Power Poses (auf denen auch die Ochsenfroschstrategie beruht) ist sehr lange umstritten gewesen. Dieser Streit kann nun aber wohl beigelegt werden. Die Wirksamkeit einer expansiven machtvollen Haltung scheint bewiesen zu sein. Cuddy wollte außerdem Veränderungen der Hormonstatus von Cortison und Testoteron nachweisen können. Dies ist nach dem aktuellem Stand der Wissenschaft nicht haltbar

Wie kam es zu dieser Entdeckung?

Any Cuddy wurde durch Ihr persönliches Schicksal zu dieser Forschung geführt. Sie erlitt in ihrer Jugend einen Unfall, der Ihr Gehirn sehr stark schädigte. So stark, dass man einen Studienabschluss für unmöglich hielt.

Aus der resultierenden Unsicherheit heraus hätte Amy Cuddy beinahe ihr Studium nicht beenden können. Sie lernte dann so zu tun als sei sei sicher. „Fake it till you make it.“ In der Folge beobachtete Sie Veränderungen an sich und wurde selbstsicherer. Als Professorin erlebte sie dann in ihren Seminaren, dass sich üblicherweise nur Studierende mit selbstbewussten Gebaren am Unterricht beteiligten. Unsicher wirkende Studierende hatten aber oft genauso viel oder mehr beizutragen. Lernten letztere sich selbstbewusster zu halten, beteiligten sie sich auch mehr. So entstand im Laufe der Zeit das Konzept: „Fake it till you become it“.

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